Erweiterung Grundschule

  • Standort: Herrenberg
  • Fertigstellung: 1997

An die bestehende Grundschule aus den späten 50er Jahren sollten 2 Klassenräume und ein Mehrzweckraum angebaut werden. Der Standort der Erweiterung war vorgegeben.

Die zur Verfügung stehende Fläche war ausreichend bemessen, aber durch die Nordlage und die Nähe zum Nachbargrundstück mit seinen großen Bäumen unzureichend mit Tageslicht versorgt. Der Anbau, ein einfacher Kubus, wird daher durch umlaufende Oberlichtbänder von allen Seiten belichtet. Dabei wurde darauf geachtet, dass die größten Glasflächen blendfreies Licht liefern, während die hoch liegenden Fensterbänder und senkrechten Einschnitte, von bestehenden Bauteilen und den Dachüberständen beschattet werden. Die Glaswände auf der Nordseite holen die Natur in die Räume hinein.

Der Flur vor den Klassen bildet eine Fuge zwischen Bestand und Anbau. Die Seitenwände wurden voll verglast und signalisieren so die Lage der beiden Fluchtwege in den unterschiedlichen Geschossen auf zwei Seiten. Die Innenwände des Flures sind als nach innen geführte "Außenwände" in Struktur und Material ausgebildet, um ein Kontinuum von innen nach außen zu erzeugen.

Zum Seitenanfang