Gemeinschafts-Schule Mengen

  • Standort: Mengen
  • Auslober: Stadt Mengen
  • Wettbewerb:
    2015, 3. Preis

Die im Rahmen des Wettbewerbes zu bearbeitenden Pavillons sind die letzten weitgehend im Ursprungszustand verbliebenen Gebäudeteile des Gesamtensembles Sonnenlugerschule aus dem Jahre 1959.

Ein polygonales Vordach auf filigranen Stützen verbindet die nach Süden gestaffelten Pavillonbauten, die jeweils zwei Klassenräume aufnehmen. zwei WC-Blocks sind als Solitäre auf der Nordseite frei unter das Dach gestellt. im Süden greifen die Seitenwände der Pavillons, der Dachneigung folgend, weit in den Außenraum. die Nordansicht wird durch die geneigten Oberlichter zwischen den Sichtbetonscheiben über dem Vordach geprägt.

Wenige Materialien wie Sichtbeton, rotes Ziegelmauerwerk, weiße Holzfensterrahmen und der aus großen Natursteinplatten hergestellte Boden unter dem Vordach bestimmen das Bild. die Belichtung der Klassenräume von zwei Seiten, sowie die durch- und Ausblicke durch die Staffelung der Pavillons, stellen die besondere Qualität des Ensembles dar.

Ziel des Entwurfes ist es, die beschriebenen Qualitäten zu erhalten, das heißt Erhaltung der Grundstruktur und keine Veränderungen an den bildprägenden Oberflächen. Daher scheiden anbauten, die zur Erfüllung des Raumprogrammes unvermeidlich sind, auf der Nordseite unter dem beherrschenden Vordach aus. ebenso muss die Bebauung der Zwischenräume zwischen den Pavillons vermieden werden. Wo sie bereits als spätere Hinzufügung vorhanden ist, sollte sie entfernt werden.

Da das Raumprogramm weitgehend im bestand untergebracht werden kann, schlagen wir vor, die Pavillons durch anbauten auf der Südseite zu ergänzen. die vorhandene Struktur wird fortgeschrieben, da jede klasse eine solchen Anbau erhält, der jedoch einen teil der Fassade frei lässt. dabei wird er als Wintergarten so ausgebildet, dass die Fassade in ihrer Gesamtheit erlebbar, und die Belichtung der Klassen und die Ausblicke aus ihnen heraus weitgehend unverändert bleiben. In dem Anbau befindet sich jeweils der Inputraum zum angrenzenden Lernatelier, wobei die vorhandene Außenfassade die transparente Trennung der beiden Bereiche darstellt.

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