Mehrfach-Beauftragung Sporthalle Markweg

  • Standort: Herrenberg
  • Bauherr: Stadt Herrenberg
  • Wettbewerb:
    2009

Die vorgefundene Situation ist ein in Ost-West-Richtung durchgehender ansteigender Talraum, der im Süden durch einen Bahndamm begrenzt wird. Parallel zum Bahndamm sind verschiedene Schul- und Sportgebäude nach Osten abgestaffelt aufgereiht. Durch die Verschwenkung der Bahnlinie gegenüber dem Talboden entsteht eine sägezahnartige bauliche Kante zum Landschaftsraum hin.

Die neue Halle setzt die Addition der Baukörper fort, wobei sie die Ausrichtung und die Höhenstaffelung des Bestandes aufnimmt. Das Thema der Querwege zwischen den Baukörpern wird durch das Absetzen von der bestehenden Markweghalle fortgesetzt.

Die den Baukörpern vorgelagerten und zu diesen gehörenden Freiflächen übernehmen deren rektanguläre Ordnung und bilden so einen Kontrast zum frei fließenden Landschaftsraum des Talbodens. Der hier verlaufende Weg wird dem Höhenlinien folgend frei geformt.

Die Parkplätze im Westen der neuen Halle sind Teil der an den Gebäuden orientierten Außenanlagen. Sie werden gegenüber dem Bestand um neunzig Grad gedreht, so dass sich durch das Absetzen einer Palette eine selbstverständliche Verbindung zwischen der geplanten Unterführung und der Tallängsachse ergibt. Von den Parkplätzen führt der Weg stufenförmig über eine Abfolge von Plätzen nach oben zu den Eingängen der neuen Sporthalle, der Mensa und des Gymnasiums. Dabei mündet die Treppenanlage der nördlich liegenden Jörg-Rathgeb-Schule auf dem unteren Platz.

Auf eine Verbindung zur bestehenden Halle wird verzichtet, da Synergieeffekte nicht zu erkennen sind. Dagegen ermöglicht das Abrücken eine Fortsetzung der vorhandenen Höhenstaffelung der Baukörper. Ein Eingriff in die Fundamentierung der bestehenden Halle wird vermieden, und in dem Zwischenraum kann zu einem späteren Zeitpunkt eine weitere Tribüne für diese erstellt werden.

 

Freianlagen: Stefan Fromm, Weil im Schönbuch

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